Mitgliederversammlung des Pferdezuchtvereins Celle-Südheide

Am 1. März fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Pferdezuchtvereins Celle/ Südheide in den Jahnstuben in Nienhagen statt. Gut 40 Mitglieder begrüßte der Vorsitzende Dieter Köneke. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema Wolf kamen weitere 40 Gäste.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Ehrung erfolgreicher Mitglieder.  Die ehemalige Jungzüchterin Pia Edzards, Nienhagen, wurde für ihre reiterlichen Erfolge ausgezeichnet. Sie hatte alleine im vergangenen Jahr mit ihrem selbstausgebildeten Rappen „Wintertraum“ von Worldly/ De Niro (Züchter: Dieter Köneke) 10 Platzierungen und Siege in Dressuren der Klasse S*. Als Vize-Landesmeisterin der Jungen Reiter hatte sie sich für die Deutsche Meisterschaft der Jungen Reiter in München qualifiziert. „Wintertraum“ hat eine Lebensgewinnsumme von 4.290 Euro. Der 2. Vorsitzende des Vereins, Rolf Deecke, trat aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er wurde für seine langjährige hervorragende Arbeit für den Verein geehrt. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Als neuer zweiter Vorsitzender wurde Henning Bruns, Altencelle, einstimmig gewählt.

In ihrem Tätigkeitsbericht informierte Heike Wienecke über das Zuchtjahr 2018. Der Mitgliederbestand des Vereins betrug am 31.12.2018 193 Mitglieder. 4 Mitglieder konnten in dem Verein neu begrüßt werden, demgegenüber traten 7 Mitglieder aus. Davon sind 174 aktive Züchter.   Mitte Juni fand die Stutbuchaufnahme und die Stutenschau in Nienhagen statt. 11 Stuten wurden neu aufgenommen. Bei der Schau wurde die Rappstute von Rotspon/ Quaterback aus der Zucht von Dietrer Köneke beste Zweijährige. Bei den Dreijährigen ohne Prüfung wurde die Fidertanz/ Sandro Hit- Tochter „Farah“ von Dr. Cord Gaus, Adelheidsdorf, an die Spitze gestellt. Bei den Dreijährigen mit Prüfung siegte die Fuchsstute von Qualito/ Diarado, im Besitz von Maria Lucader -Aminoff, Finnland. In der Klasse der Vierjährigen ging die HPrSt „Famme Fatale“ von Fantastic/ Escudo I von Jürgen Dörries, Flatow, an der Spitze. Siegerstute der Schau wurde die dreijährige „Farah“ von Dr. Cord Gaus

Zwei Familien rundeten die Jubiläumsschau ab. Siegerfamilie wurde die StPrSt „Shakira“ von Stakkato/Acord II mit  ihren beiden Töchtern von Quaid I und Diacontinus aus der Zucht von Dieter Köneke. Am Abend fand dann die Jubiläumsfeier im großen Festzelt statt. Gäste und Mitglieder feierten bei kühlen Getränken und gutem Essen.

Einen Tag nach der Stutenschau fand die Fohlenschau statt. Von den 46 im Katalog verzeichneten Fohlen wurden 34 vorgestellt.

Beim Lüneburger Elitechampionat am 8. Juli 2018 in Beedenbostel konnte die Stute „Farah“ von Dr. Cord Gaus in der Abteilung Siegerstuten den zweiten Platz belegen. Bei den dressurbetonten Stutfohlen siegte das Rapp Fohlen von Foris Princ/ Dancier aus der Zucht von Rolf-Jürgen Oppermann,Lachendorf.

Bei der Hengstkörung in Neustadt/ Dosse wurde der Hengst „Franklin“ von Floriscount/ Don Crusador aus der Zucht von Katrin Huthmann, Hohne gekört.

Beim Wettbewerb für gesunde Pferde in Verden platzierte sich Anne Heuer, Gerstenbüttel, auf Platz drei für ihren Aktivstall.

Die Stuten- und die Fohlenschau 2019 finden wieder auf dem Hof Köneke in Nienhagen statt aber ohne das große Festzelt.

Im Anschluss an die Versammlung gab es eine Podiumsdiskussion zum Reizthema Wolf. Für die Diskussionsrunde waren Raoul Redding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen, Jörn Schepelman, Mitglied des niedersächsischen Landtages, Dr. Hinrich Köhne, Sachverständiger für Zucht, Haltung und Bewertung von Pferden sowie Eckhard Baars, Kreisjägermeister Burgdorf geladen. Die erregte Diskussion ging darum, wie die Pferde vor dem Wolf geschützt werden können. Der CDU- Abgeordnete Schepelmann zeigte großes Verständnis für die Sorgen der Pferdebesitzer. Diese fürchteten weniger Wolfsrisse als unkontrollierbares Verhalten der Pferde aufgrund von Paniksituationen. „Das Bundesnaturschutzgesetz muss schnellstens geändert werden.“ Kein Zaun kann so sicher gemacht werden, dass er wolfssicher ist. Kreisjägermeister Baars erklärte, das kein Jäger für den Abschuss bereitstände. Erfahrungen aus Schweden hääten gezeigt, dass das Risiko für jeden Einzelnen zu hoch wäre: Es gibt zu viele militante Wolfsstreichler.

                                                                                                                                            Petra von Burchard